Projektübersicht

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Am 17. Juni möchte der Chor Taktil ein Konzert geben mit dem Titel "Macht Liebe wirklich blind?". Wir sind ein fröhlicher, integrativer Chor mit blinden, sehbehinderten und sehenden Menschen. Der Konzertauftritt soll der Höhepunkt dieses Jahres sein. Um dies zu realisieren wünschen wir uns eine finanzielle Unterstützung zur Durchführung von Proben und Sonderproben.

Kategorie: Allgemein
Stichworte: "Chor", "blind", "Taktil", "Integration", "behindert"
Finanzierungs­zeitraum: 22.02.2016 11:13 Uhr - 05.05.2016 23:59 Uhr
Realisierungs­zeitraum: 10 Wochen

Worum geht es in diesem Projekt?

Der Chor Taktil trifft sich mit Begeisterung wöchentlich 2 Stunden zur Chorprobe. Am 17. Juni 2016 planen wir einen Konzertauftritt im "Hinterhofsalon" in Köln. Der Titel ist "Macht Liebe wirklich blind?" Dazu haben wir Lieder, Gedichte und Texte ausgesucht. Unsere gemeinsamen Chorproben sind ganz auf die Bedürfnisse von blinden und sehbehinderten Menschen abgestimmt. So können wir nicht mit Noten arbeiten, sondern verlassen uns ganz auf unser Gehör. Unsere blindenpädagogische Chorleiterin hilft uns dabei, ein tolles Ergebnis zu erreichen. Mit dem Konzert präsentieren wir allen Zuschauern unsere Begeisterung für den Gesang.

Was sind die Ziele und wer die Zielgruppe?

Das Ziel unserer Chorgemeinschaft ist die Intergration von blinden, sehbehinderten und sehenden Menschen. Das Medium Gesang hat uns sehr schnell miteinander verbunden. Wir alle freuen uns jede Woche auf die Chorproben. Um jedoch solch ein Konzertprojekt auf die Beine zu stellen, braucht es zusätzliche Proben an Wochenenden. Unser Ziel ist es, am 17. Juni in einem wunderbaren Konzert unser Können zu präsentieren. Damit möchten wir viele Menschen erreichen, auch um zu zeigen, wie Barrieren mit Musik ganz leicht überwunden werden können. Sehende lernen die Lebenssituation Blinder besser kennen und verstehen. Wir schlagen eine Brücke, um auch das Publikum zu "integrieren".

Warum sollte man dieses Projekt unterstützen?

Mit dem Projekt möchten wir auf uns aufmerksam machen. Einerseits, um mehr blinden und sehbehinderten Menschen die Möglichkeit zu geben, teilzunehmen und sich auszudrücken. Zugleich möchten wir vermitteln, wie bereichernd es ist, als Sehende/r mit Menschen ohne visuelles Sehen zu musizieren. Darüber hinaus ist es uns ganz wichtig, sehenden Mensch zu zeigen, wie wir arbeiten und was wir schaffen können. Deshalb möchten wir uns mit dem Chorauftritt der Öffentlichkeit zeigen.

Der Chor Taktil lädt am 24. Juni alle Unterstützer, die mindestens 20 Euro geben, zu einem Dankeschön - Sonderkonzert ein. Überzeugen Sie sich selbst, wie bereichernd Inklusion sein kann. Und wer weiß, vielleicht möchten Sie anschließend ja selbst mitmachen?!

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Unser Chor erhält keinerlei finanzielle Zuwendung. Wir finanzieren unsere regulären Chorproben, sowie die benötigten Sonderproben für das geplante Konzert aus eigenen Mitteln. Wir sind zusammen 14 Sängerinnen und Sänger. Zu finanzieren sind die Honorare für die Chorleitung, Raummiete und Prospektmaterial. Durch das crowdfunding wäre es möglich, die Proben, vor allem für den Chorauftritt, zu realisieren.

Wer steht hinter dem Projekt?

Der "CHOR TAKTIL e.V.", gegründet 2008, ist eine inklusive Chorgemeinschaft von sehbehinderten, blinden und sehenden Menschen. Er ist der einzige integrative Chor in der Region, der speziell den Bedürfnissen von blinden und sehbehinderten Menschen gerecht wird.

Blinde und Sehbehinderte können Text- und Notenblätter, die in herkömmlichen Chorproben verteilt werden, nicht nutzen. Die Proben sind speziell auf diese Besonderheit abgestimmt.
Wir erhalten für das Erlernen von Liedtexten, Melodien und Prosatexte akustische Hilfen, entweder als mp3-Datei oder auf einer vorbereiteten CD. Das macht das Einstudieren für uns alle sehr viel einfacher. Sehende und Sehgeschädigte proben unter den gleichen Bedingungen.

Der Chor Taktil ist gelebte Inklusion. Hier verbringen Menschen mit und ohne Behinderung ihre Freizeit zusammen, treten gemeinsam auf, bilden eine Einheit. Wir zeigen, dass Inklusion Spaß machen kann. Bei den Auftritten überträgt sich die Begeisterung auf das Publikum und Berührungsängste werden abgebaut.

Eine neue Chorsängerin drückte es neulich so aus:
"Was fällt sofort auf, wenn man als Sehende zu diesem ungewöhnlichen Chor kommt? Erst einmal die große Herzlichkeit schon bei der Begrüßung. Dann werden lauter kleine Aufnahmegeräte auf dem Tisch ausgebreitet. Wozu das? Die Stimmen werden aufgenommen, damit man sie sich zum Üben vorspielen kann, denn Notenblätter machen keinen Sinn. Das ist auch für manche Sehende ein großer Vorteil. Sehende helfen Nichtsehenden ihren Platz zu finden. Und dann gibt es Aufwärmübungen wie in anderen Chören auch. Die sehr nette und fitte Chorleiterin sorgt dafür, dass alle Stimmen sich beim gemeinsamen Singen entfalten und ein volltönendes, erhebendes musikalisches Gemeinschaftserlebnis möglich wird, das ans Herz geht. Toll, daran teilhaben zu dürfen."

Projekt-ID: 4066